Selbsthilfe

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Überraschende Entdeckung: Wie Ihre Bauchmuskeln Ihrem Rücken guttun

von Günter Stein

Denken Sie an Ihre Bauchmuskulatur, wenn es im Rücken zwickt? Nein? Dann geht es Ihnen wie den meisten: Kaum jemand weiß, dass die Bauchmuskeln für einen gesunden Rücken genauso wichtig sind wie die Rückenmuskeln.

Bauch und Rücken: ein Superteam

Rücken und Bauch arbeiten perfekt zusammen. Besonders die geraden und die schrägen Bauchmuskeln unterstützen die Wirbelsäule und den Rücken bei ihren Aufgaben. Außerdem spielen sie als Gegenspieler eine wichtige Rolle für die Stabilität Ihrer Körpermitte. Das funktioniert nur, wenn die Bauchmuskeln nicht verkürzt, sondern lang und kraftvoll sind.

Spieler und Gegenspieler
Die Muskeln unseres Körpers arbeiten alle nach dem Gegenspielerprinzip zusammen: Während der Spieler (Agonist) aktiv Kraft entwickelt und anspannt, ist der Gegenspieler (Antagonist) passiv und bleibt (weitgehend) entspannt. Am Beispiel von Bizeps und Trizeps können Sie das gut beobachten:

Der Bizeps ist beim Beugen des Arms dick und angespannt. Der Trizeps ist passiv und gedehnt. Beim Strecken des Arms wird dagegen der Trizeps aktiv.

Verkürzte Bauchmuskeln: ein häufiges Problem
Da wir heutzutage viel Zeit im zusammengesunkenen Sitzen verbringen, fehlt den Bauchmuskeln der Längenreiz und sie verkürzen sich. Obwohl sie eigentlich von Natur aus groß und kräftig sind, ziehen sie den Oberkörper vorne durch langes Sitzen zusammen. Damit verändern sie die gesamte Statik des Körpers. Das Gleichgewicht des muskulären Zusammenspiels gerät aus den Fugen: Die Rückenmuskeln müssen dauerhaft gegen die Bauchmuskeln anarbeiten, statt von ihnen unterstützt zu werden. Das führt früher oder später zur Überlastung.

Verspannungen im Rücken sind ein erstes Warnzeichen. Wenn Sie die nicht ernst nehmen und etwas für die Dehnung Ihrer Bauchmuskeln tun, werden Rückenschmerzen die Folge sein.

Tipp:
Wenn Sie viel sitzen, dehnen Sie sich und Ihre Bauchmuskeln einfach zwischendurch ganz weit nach hinten. Recken und strecken Sie sich mit den Armen nach oben oder zur Seite. Das freut nicht nur Rücken- und Bauchmuskeln, sondern auch Ihren Kreislauf und Ihr Gehirn.

Vorsicht beim Waschbrettbauch
Ein Sixpack oder Waschbrettbauch scheint heute das Symbol für Männlichkeit zu sein. Also werden die geraden Bauchmuskeln fleißig trainiert, damit sie schön kräftig werden. Leider vergessen die meisten dabei das Dehnen! Die Folgen sind dieselben wie bei der untrainierten Bauchmuskulatur:

Der Oberkörper wird durch die sechs Muskelpäckchen am Bauch nach vorne zusammengezogen. Wenn Sie also Ihre Bauchmuskeln trainieren, ist es extrem wichtig, dass Sie diese nicht nur kräftigen, sondern auch dehnen, zum Beispiel mit der „Bauchdehner“-Übung:

Rollen Sie ein Handtuch fest zusammen.
Legen Sie sich so auf den Rücken, dass Ihr Po eine Wand fast berührt. Bilden Sie in den Knien einen 90-Grad-Winkel und stellen Sie Ihre Füße an die Wand.
Legen Sie das Handtuch auf Höhe der Schulterblattspitzen quer unter Ihren Rücken und stützen Sie mit den Händen Ihren Hinterkopf.
Rollen Sie sich beim Ausatmen ein Stück hoch. Der Kopf zieht dabei langsam nach oben. Halten Sie die Spannung 5 Sekunden.
Führen Sie dann den Kopf zurück und lehnen Sie sich über das Tuch so weit nach hinten, wie es Ihnen angenehm ist.
Halten Sie die Dehnung Ihrer Bauchmuskulatur für 30 bis 60 Sekunden.
Machen Sie die Übung mehrmals, bis Sie sich nicht weiter dehnen können.

Info von SYSTEMA Austria COOPerative// Atem und Bewegungsschule  Eine Wasserflasche aus Kunststoff ohne Griffrille gefüllt mit warmen Wasser ist da die beste Variante.

Tipp: Nutzen Sie Ihre Bauchmuskeln als Unterstützung im Alltag!
Wenn Ihre Bauchmuskeln fit sind, können Sie sie auch gezielt im Alltag einsetzen: Wenn Sie einen schweren Gegenstand heben wollen, spannen Sie vorher die Bauchmuskeln an: Dazu ziehen Sie den Bauchnabel ein. So bauen Sie Spannung rund um die Lendenwirbelsäule auf und stabilisieren sie. Schwache Muskeln können nur wenig Druck aufbauen. Wenn Sie damit etwas Schweres heben, kann es passieren, dass ein Wirbel verkantet, eine Bandscheibe überlastet oder ein Muskel gezerrt wird.

Für weitere Infos und Beratungen bitte eine Mail an
systema.austria@gmail.com
MfG
Alex

10 Gründe für Meditation – Ergebnisse der Hirnforschung

Es folgt ein Gastbeitrag von Thomas Pfitzer:

Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Untersuchungsergebnisse verdeutlicht, welche vielfältigen Verbesserungen ein regelmäßiges meditieren mit sich bringt.

Warum CDs und Bücher zum Thema Gehirnjogging rausgeworfenes Geld sind

Regelmäßiger Denksport macht nach Ansicht britischer Forscher niemanden schlauer. Die Erfolge beim Gehirntraining ließen sich nicht auf andere Bereiche und Aufgaben übertragen. Darauf spezialisierte Computerprogramme und Bücher sind Verkaufsschlager, doch eine gemeinsame Studie der britischen Cambridge Universität und der BBC wirft Zweifel am Nutzen der Übungen auf.

An der Studie hatten knapp 11.500 Erwachsene zwischen 18 und 60 Jahren teilgenommen. Sie mussten sechs Wochen lang Übungen auf der Wissenschafts-Internetseite der BBC absolvieren. Dabei trainierten sie unter anderem logisches Denken, Gedächtnis, räumliches Sehvermögen und Konzentrationsfähigkeit.

Die Gehirnfunktion wurde vor und nach dem Training bewertet. Es zeigte sich, dass sich die dabei erzielten Erfolge nicht auf andere mentale Bereiche übertragen ließen. Die Testpersonen konnten zwar ihre Leistung bei den speziellen Spielen verbessern, bei Aufgaben, die sie nicht trainiert hatten, wurden sie allerdings nicht besser. Das galt auch für Spiele, die den ursprünglichen ähnlich waren.

Eine weitaus bessere Methode die Leistungsfähigkeit des Gehirns zu steigern fand Dr. Born. Er erforschte an der Universität Lübeck den Zusammenhang zwischen Schlaf und Gedächtnis. Dabei konnte er zeigen, dass durch intensive Tiefschlafphasen die Gedächtnisinhalte besser in den Langzeitspeicher des Gehirns übertragen werden.

Wenn man nach dem Lernen regelmäßig Mittagsschlaf hält, wird sich dadurch die Lernleistung längerfristig deutlich verbessern.

1. Lernleistung lässt sich steigern, indem man im Anschluss an das Lernen eine kurze Schlafpause anhängt.

20 Minuten Meditation

Schon vier Tage jeweils 20-minütiges meditatives Training genügen, um kognitive Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit und Konzentration deutlich zu verbessern. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung mit Meditierenden.

Ein Begriff der im Zusammenhang mit der Hirnforschung immer wieder auftaucht ist „Neuroplastizität.“ Studien hatten bereits gezeigt, dass regelmäßige Meditationen nicht nur die Aufmerksamkeit und Konzentration langfristig schult, sondern sogar zu sichtbaren Änderungen in den dafür zuständigen Hirnregionen führen.

Meditative Praxis hat Einfluss auf die Hirnphysiologie und –Anatomie wie im Grunde auch jedes konstante Lernen, z.b. das Erlernen einer Sprache oder eines Instruments. Die Hirnforschung spricht von Neuroplastizität, das bedeutet: das Gehirn, ebenso wie der übrige Körper ist in ständiger Umformung.

Bestehende Verschaltungen und Synapsenverbindungen verstärken sich, andere verkleinern sich oder verschwinden je nachdem ob sie regelmäßig verwendet werden oder nicht. Das bedeutet, dass sich unser Gehirn physisch verändert wenn wir denken, lernen und meditieren.

2. Neuronale Bahnen entstehen bei Lernprozessen. Sie verstärken sich wenn die Gedanken wiederholt werden und lösen sich auf wenn das Gelernte nicht genutzt wird.

Fadel Zeidan, Forscher an der Wake Forest University School of Medicine in Winston-Salem, fand heraus, dass sich regelmäßige Meditation positiv auf die verschiedensten Bereiche des menschlichen Lebens und Arbeitens auswirkt. Zusammenfassend ergaben seine Forschungen, dass Meditation folgende Aspekte fördert bzw. verbessert:

  • die Stimmungslage
  • die Gedächtnisleistung
  • die visuelle Aufmerksamkeit
  • die Konzentrationsfähigkeit
  • die kognitiven Fähigkeiten

Ebenso führt Meditation zu einer Verminderung von Angstgefühlen und Müdigkeit und steigert die Fähigkeit zur räumlich-visuellen Wahrnehmung.

Besonders deutliche Leistungssteigerungen zeigte die Meditationsgruppe im Vergleich zu der Gruppe der Nichtmeditierenden bei allen kognitiven Tests, die unter Zeitdruck durchgeführt wurden und somit mit Stress verbunden waren.

3. Meditation hilft in Stresssituationen sicher auf das Gelernte zugreifen zu können. Meditation reduziert Stressreaktionen.

Eine Studie der Universität Yale in New Haven (USA), befasste sich explizit mit dem Thema Emotionen und fand heraus, dass Meditierende Gefühle wie Zorn und Ärger besser regulieren können. Das ist uns zwar allen irgendwie schon lange bewusst gewesen, aber der wissenschaftliche Beweis hat wohl noch gefehlt um es offiziell zu machen.

4. Meditation hilft bei der Regulierung negativer Emotionen.

Körperbeherrschung

Herbert Benson, Kardiologe an der Harvard Medicine School untersuchte Mönche, die eine Meditation beherrschen, die sich TUMO nennt. Dem Meditierenden werden bei Temperaturen um 3 Grad Celsius nasse Handtücher auf den nackten Oberkörper gelegt, die er durch eine signifikante Erhöhung seiner Körpertemperatur trocknet. Zur Nachahmung ist das allerdings nicht empfohlen. Es sollte nur als Beispiel dienen, was in der Meditation möglich ist und welche Kräfte der Geist mobilisieren kann. Klar wird durch dieses Beispiel sicherlich, dass der Satz: „der Körper folgt dem Geist“ der Wahrheit entspricht.

Eine weitere Versuchsreihe bewies, dass man mit meditativen Visualisierungsübungen Muskulatur aufbauen kann. Zwei Gruppen Nichtsportler, mit ähnlichen Tagesabläufen und Ernährungsgewohnheiten, wurden untersucht und ihre Muskel- und Fettmasse gemessen.

Eine Gruppe absolvierte täglich ein kurzes gedankliches Krafttraining, d.h. sie visualisierten sich bei Kraftsportübungen, ohne sich dabei zu bewegen. Die Vergleichsgruppe tat nichts. Schon nach wenigen Wochen hatte die Meditationsgruppe eine Zunahme von weit mehr als 10 Prozent an Muskelmasse zu verzeichnen.

Auch die extremen sportlichen Leistungen der Shaolin-Mönche hängen mit ihrem zusätzliches mentales Training zusammen. Selbst wenn man sich diese Höchstleistungen nicht zum Vorbild nimmt, wird doch klar, welchen großen Nutzen eine regelmäßige Meditation für die Erreichung von Zielen darstellt.

5. Gezielte Visualisierungen sowie Affirmationen, die im meditativen Zustand ausgeführt werden, beeinflussen die Körperfunktionen. Sie wirken wie Befehle auf den Körper.

Gefühlsübung

In allen Meditationstraditionen werden Gefühle über das Erzeugen von Bildern gesteuert, da das menschliche Gehirn Emotionen hauptsächlich mit Bildern verknüpft. Gerüche, Geschmäcker, Töne und kinästhetische Eindrücke können diese Emotionen noch verstärken. Um im emotionalen Bereich eine Persönlichkeitsentwicklung zu erreichen sind demnach Visualisierungen positiver innerer Bilder nötig. Die Psychoanalyse spricht vom „internalisieren guter Objekte.“

Inzwischen ist die therapeutische Wirksamkeit der mentalen Arbeit mit inneren Bildern neurowissenschaftlich belegt. Wolf Singer vom Frankfurter Max-Planck-Institut für Hirnforschung betont die Effektivität dieser Übungsform. Bewusste Visualisierungen können externe, sprich: erlebte Bilder ersetzen: „wie Kernspintomografie-Untersuchungen zeigen, ähneln diese Muster (wenn man sich ein Objekt bildlich vorstellt) bis ins Detail jenen, die man findet, wenn die Probanden das selbe Objekt mit offenen Augen betrachten.“ Diesen Satz muss man sich merken:

6. Das Gehirn unterscheidet nicht zwischen dem, was ich tatsächlich gesehen und erlebt habe und dem, was ich mir visualisiere.

Singers Tests zufolge liegen die besten Meditationzeiten für diese Übungen am Morgen und am Abend. Der Morgen legt die Grundstimmung für den Tag fest. Der Abend steuert die Lernprozesse, die im Schlaf ablaufen.

Herbert Benson, Wolf Singer und der Neurologe Richard Davidson sind sich über folgendes einig: „die Szenen, an die wir uns erinnern oder die wir uns vorstellen, sind für das Gehirn gleichermaßen real.“

Anders ausgedrückt: Visualisiere ich Gefühle wie Liebe, Ruhe, Frieden oder Erfüllung, werden sich diese Emotionen in der Realität einstellen.

7. Durch unser Denken erschaffen wir uns unsere Realität.

Gedankenübung

Die Gedankenübung knüpft an die mantrische Gebetstechnik der Mönche an. Sie besteht aus einer andauernden Wiederholung eines Gebetstextes oder eines Wortes.

Während die Versenkung in Bilder die eigenen Gefühle steuert, ist die Arbeit mit Mantren der Schlüssel zur autonomen Steuerung unserer Gedanken.
Die mentale Unruhe und Hektik des Alltags lässt man durch das mentale Rezitieren eines Mantras hinter sich um z.B. Ruhe, Gelassenheit und Frieden zu erlangen. Durch die Konzentration auf einen Satz und das Ausschalten der vielen hektischen Gedankenfetzen die uns durch den Kopf schießen, wenn wir versuchen „nicht zu denken“, setzt sich dieser Satz im Unterbewusstsein fest und wird für uns zur Wahrheit. Diese „neue Wahrheit“ wird langsam und stetig unser Handeln beeinflussen und zu den gewünschten Veränderungen führen.

Auch die die therapeutische Wirkung der Arbeit mit Mantren ist medizinisch bestätigt. Herbert Benson von der Harvard Medical School konnte folgende körperliche Effekte durch das mentale Training mit Mantren nachweisen:

  • der Bluthochdruck sank signifikant
  • chronische Schmerzen verringerten sich
  • 75% der Patienten mit Einschlafstörungen wurden geheilt und konnten wieder normal schlafen – die übrigen 25% erlebten eine Besserung ihrer Schlafstörung.
  • bei Krebs- und Aidspatienten reduzierten sich die Symptome, welche in Form von Übelkeit und Erbrechen als Nebenwirkungen der Chemotherapie auftraten
  • bei Patienten, die unter Angstzuständen oder leichten bis mittelschweren Depressionen litten, trat eine deutliche Besserung ein
  • bei Patienten mit Migräne reduzierten sich die Häufigkeit und Heftigkeit der Anfälle

Schmerz und Wundheilung

Der Nervus Vagus ist der zehnte Hirnnerv und der größte Nerv des Parasympathikus. Er ist an der Regulation der Tätigkeiten fast aller inneren Organe beteiligt. Er bremst Entzündungen und kann durch Meditation angeregt und aktiviert werden. Das ist zumindest eine Möglichkeit Erfolge bei der Aktivierung von Selbstheilungskräften durch die Meditation zu erklären.

8. Meditation aktiviert die Selbstheilungskräfte.

Selbstbeherrschung

Meditierende die man mit aggressiven Gesprächspartnern konfrontierte blieben erstaunlich entspannt. Die Beobachtungen ergaben, dass Mimik und Physiologie während einer Diskussion praktisch unverändert blieb. Die Meditierenden behielten ihr Lächeln und ihre entspannte Haltung bei und konnten so auf das Verhalten ihrer Gesprächspartner positiv und beruhigend einwirken.

9. Meditation fördert die Gelassenheit und Selbstbeherrschung.

Dr. Sara W. Lazar arbeitet als Neurowissenschaftlerin in der Psychiatrie des allgemeinen Krankenhauses von Massachusetts und unterrichtet Psychologie an der medizinischen Fakultät der Universität Harvard. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Untersuchung der neuronalen Mechanismen im Zustand der Meditation.

In den für Sinnesverarbeitung und Aufmerksamkeit zuständigen Hirnarealen wies sie größere Blutgefäße und neuronale Verbindungen nach. Dies führte zur Verdickung der Großhirnrinde, die äußere, an Nervenzellen (Neuronen) reiche Schicht des Großhirns. Dieser Effekt war bei den älteren Versuchspersonen am deutlichsten ausgeprägt und betrug bis zu 5%. Man kann wohl davon ausgehen, dass eine regelmäßige Meditationspraxis die normale, altersbedingte Ausdünnung des Cortex reduziert.

10. Meditation reduziert die Ausdünnung der Großhirnrinde.

P.S.: Mehr dazu im 6-Wochen-Kurs für mehr Achtsamkeit und Gelassenheit von myMONK.

 

Text von: Thomas Pfitzer.

Forscher: Stille ist viel wichtiger für Dein Gehirn als Du denkst

Entspannt 1

 

Die Welt schläft nie, die Kabel und die Satelliten schlafen nie. Alles wird immer lauter, immer greller, immer schneller.

Doch unser Gehirn ist dafür nicht gemacht, es stammt aus einer Zeit, als es noch Lagerfeuer gab und klare Sternenhimmel und echte Ruhe.

Das heutige Leben hingegen ist, als hätte uns jemand einen riesigen Trichter ins Gehirn gesteckt und würde pausenlos Tonnen an Tönen, Bildern, Daten, Anforderungen und Aufforderungen hineinkippen.

Es ist zu viel, viel zu viel. Die Folge: Uns kommt es zu den Ohren raus, wir sind gestresst, unkonzentriert, fahrig, erschöpft, werden krank.

Zum Glück gibt es ein Mittel, das gegen diese Überforderung hilft:

Die Stille.

Wie wichtig und wie wirksam bereits ein paar Minuten Stille für uns sind, das bestätigt auch die Hirnforschung. Hier vier gute Gründe, uns ab heute ein bisschen mehr davon zu gönnen:

1. Stille befreit uns von Stress und Anspannung

LAUTE Geräusche lassen unseren Blutdruck ansteigen, erhöhen das Risiko für Herzinfarkte und beeinträchtigen unsere gesamte Gesundheit. Sie aktivieren die Amygdala im Gehirn, die daraufhin das Stresshormon Cortisol ausschüttet. Der Umweltpsychologe Dr. Craig Zimring hat diese Effekte 2004 auch auf Neugeborenen-Stationen im Krankenhaus wiedergefunden – je lauter, desto gestresster und kränker waren die Babys und desto schlechter schlafen sie.

Stille bewirkt das Gegenteil. Einer Studie aus 2006 nach können uns schon zwei Minuten Stille deutlich entspannen, den Blutdruck senken und den Blutfluss im Gehirn stimulieren – und das sogar mehr als jede Entspannungsmusik.

2. Stille füllt unsere mentalen Ressourcen wieder auf

So oft Reize auf unser Gehirn einströmen, so gut tut es ihm, wenn dieser Strom mal unterbrochen wird. Wenn es könnte würde es dann wohl Freudensprünge in seiner Suppe machen.

Die Reize ununterbrochen verarbeiten zu müssen, belastet den präfrontalen Kortex nämlich sehr, unsere Aufmerksamkeitsspanne leidet darunter, ebenso unsere Fähigkeit, komplexe Dinge zu durchdenken, Entscheidungen zu treffen und Probleme zu lösen. Je länger wir dem Gehirn keine Pause gönnen, desto müder und unmotivierter wird es und desto schneller lässt es sich ablenken.

Deshalb können Studien zufolge Kinder, deren Wohnräume oder Klassenzimmer in der Nähe von Autobahnen, Flughäfen oder Zugstrecken liegen, schlechter lesen, ihre ihre kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten entwickeln sich langsamer.

Es ist ein bisschen wie beim Abholzen von Wäldern: Wenn man nur lange genug keine Pause macht, ist irgendwann alles totes Land.

Die gute Nachricht: Der Attention-Restoration-Theorie nach erholen sich unsere kognitiven Ressourcen dann, wenn wir in eine Umgebung eintreten, die uns mit weniger Reizen als üblich konfrontiert. Dann muss es weniger Informationen nach wichtig und unwichtig sortieren. Ein Spaziergang im Park, fünf Minuten in den Keller gehen und die Wand anstarren, was auch immer – Hauptsache, es ist weniger los als sonst.

3. In der Stille können wir besser und kreativer denken

Im Gehirn gibt es ein sogenanntes Default Mode Netzwerk („Ruhezustandsnetzwerk“ oder „Standardnetzwerk“) – eine Gruppe von Hirnregionen, die dann aktiv werden, wenn es gerade keine bestimmte Aufgabe zu lösen hat und nicht durch Reize wie Geräusche stimuliert wird. Etwa dann, wenn wir meditieren, fantasieren oder unsere Gedanken einfach schweifen lassen.

In diesem Modus können wir viel besser zugreifen auf unsere Emotionen und Erinnerungen, unsere Ideen und Gedanken. Reflektieren fällt uns leichter. Wir erkennen den Sinn – die Zusammenhänge in unserem Leben – eher und können uns besser in andere Menschen hineinfühlen. Kreativer sind wir dabei ebenfalls.

Es ist, wie der schottische Philosoph Thomas Carlyle schrieb: „In der Stille werden die wahrhaft großen Dinge geboren.“

Dafür müssen wir jedoch den Stecker ziehen und uns für eine Weile von den Ablenkungen frei machen.

4. In der Stille wächst das Gehirn

… und zwar wortwörtlich. Neue Hirnzellen entstehen (keine Angst, es wird nie so groß, dass es aus dem Schädel platzt).

2013 gab es eine Studie mit Mäusen, in der der Einfluss verschiedener Geräusche auf die Gehirne der Nager untersucht wurde: Umgebungsgeräusche, besonders hohe Geräusche, Hundejaulen sowie Stille. Eigentlich sollte die Stille nur als Unterscheidungsmerkmal der Kontrollgruppe dienen. Tatsächlich fanden die Forscher, dass zwei Stunden täglicher Stille neue Zellen im Hippocampus der Mäuse wachsen ließ, jener Hirnregion, die mit dem Lernen, dem Gedächtnis und Emotionen verknüpft ist. Die neuen Hirnzellen fanden zudem schnell Anschluss im Restgehirn und konnten Funktionen im System übernehmen.

Für mehr wohltuende Stille müssen wir zum Glück nicht nach Sibirien auswandern. Was es braucht ist nur die Entscheidung, uns ab und zu bewusst dem Lärm zu entziehen. Also: Pssssst!

Entnommen aus My Monk

Ein erholsamer Schlaf tut Ihrer Seele gut!

Zahlreiche regenerative Vorgänge im Körper werden erst im Schlaf aktiv. Manche Schlafforscher bezeichnen den Schlafzustand als eine Art der Gehirnwäsche. Die Akkus der Seele werden da auch aufgeladen.

Die Haut benötigt die Regeneration im Schlaf, um frisch und rosig auszusehen. Auch die Verdauung läuft im Schlaf auf Hochtouren, Immunzellen bilden sich neu, Erlerntes und neue Eindrücke werden verarbeitet, zugeordnet und abgespeichert. Vor allem aber beruhigen sich auch die Nerven, und die energetischen Akkus werden nachts wieder aufgefüllt. Mindestens sechs Stunden erholsamer Schlaf werden als notwendig für die Gesundheit erachtet. Alle unterschiedlichen Schlafphasen müssen dafür vollständig durchlaufen werden.

Folglich erhöhen anhaltende Schlafstörungen das Risiko für Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Burnout und Depressionen. Ein gestörter Schlaf kann seinerseits die Folge von psychischen Beschwerden sein, da die Betroffenen ihre Probleme buchstäblich mit ins Bett nehmen. Man geht mit den Problemen schlafen und steht wieder damit auf.

Laut einer Umfrage der Krankenkassen klagt jeder zweite über Schlafprobleme. Haben Sie mindestens dreimal wöchentlich über einen Monat lang Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen, liegt bei Ihnen eine Schlafstörung (Insomnie) vor. Große Unterschiede gibt es da im Alter und auch Wohnort, sowie der Beschaffenheit der Schlafstätten und deren Umfeld.

In diesem Falle rate ich Ihnen, zunächst die nachstehenden Grundregeln für einen gesunden erholsamen Schlaf ein zu halten. Bleibt der Erfolg aus, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen.

Kurzzeitanleitung: 4 Grundregeln gegen Schlaflosigkeit

Wichtig für einen guten Schlaf ist zuallererst ein regelmäßiger Tagesablauf. Aufstehen und Zubettgehen, Basisaktivitäten wie Duschen, Anziehen, Essen, aber auch vordergründig banale Tätigkeiten wie Wohnung aufräumen, Lesen, Fernsehen, Einkaufen und sportliche Aktivitäten sollten möglichst im festen Rhythmus sowie zur selben Tageszeit erfolgen. Damit wird Ihre innere Uhr im richtigen Takt gehalten. Die Regelmäßigkeit Ihres Lebensstils ist ein Schutzfaktor für gesunden Schlaf.

Diese vier Grundregeln können Ihnen schon helfen, aber nur bei konsequenter Anwendung, länger zu schlafen und die Schlafqualität zu verbessern. Diese Tipps kommen von Psychologen und Schlafmedizinern.

Die 4 Grundregeln zum guten Schlaf

Regel 1: Verringern Sie grundsätzlich die Zeit im Bett! Tagsüber sollten Sie nicht lange schlafen! Und wenn nicht länger als 20 Minuten z.B. vor dem Essen. Die Südländer wissen schon warum sie eine Siesta halten. Die Regeneration beim Kurzschlaf ist, wenn trainiert, unglaublich groß.

Regel 2: Stehen Sie morgens unabhängig von der Schlafdauer immer zur gleichen Zeit auf – auch am Wochenende! Es ist aber auch sinnvoll eine Gespür und Gefühl für seinen Schlafbedarf zu entwickeln.Wenn man Müde ist, nicht faul, dann benötigt der Körper noch Ruhe bzw. Schlaf.

Regel 3: Gehen Sie nie ins Bett, wenn Sie nicht schläfrig sind! Sollten Sie länger als 15 Minuten für das Einschlafen benötigen dann stehen Sie wieder auf und tun etwas das ihnen Freude macht. Möglichst nicht fernsehen oder am PC arbeiten. Da gibt es zu viel Blaulicht das Sie weiter nicht zu Ruhe kommen lässt.

Regel 4:  Achten Sie auf die Qualität ihres Bettes. Es gibt unterschiedliche Matratzen die unterschiedlich auf die Menschen wirken. Auch ist der Schlafplatz und dessen Position von Wichtigkeit. Es gibt unterschiedliche Arten von Störquellen (Elektrosmog, Erdstrahlen, Lichteinfall usw.) die den Schlaf negativ beeinflussen können.

Schlafen im dunklen kann gegen gegen Depressionen helfen.

Das Licht der Straßenlaterne, ein laufender Fernseher, ein Computer im Stand-by-Modus und andere Lichtquellen senken die Qualität Ihres Schlafes. Versuchen Sie, nicht nur ausreichend zu schlafen, sondern auch das Zimmer möglichst zu verdunkeln und von Störfaktoren zu bereinigen. Fernsehgerät und andere Lichtquellen werden selbstverständlich ausgeschaltet. Vermeiden Sie einen Radiowecker der am Stromkreis angeschlossen ist und neben dem Bett steht. Auch Babyphone oder Tectelefone sind nachweislich Schlafräuber.

Versuchen Sie schnell abzuschalten mit einem STOPP des Gedankenkarusels Sollten Sie beim zu Bett gehen nicht einschlafen können weil sie die Gedanken über —— was auch immer quälen, dann versuchen Sie sich auf ihre Atmung zu konzentrieren. Vor allem auf die Ausatmung. Jedes mal wenn Sie ausatmen sinken sie etwas tiefer in die Matratze. Atmen Sie alle ihre Muskelspannungen weg. In kürzester Zeit werden Sie von einer wunderbaren schweren Müdigkeit übermannt.

In der Atem- und Bewegungsschule nach Methodik SYSTEMA werden solche Entspannungstechniken über die Atmung trainiert. Fragen Sie nach wo es in Ihrer Nähe eine SYSTEMA Trainingsgruppe gibt oder nehmen Sie mit uns Kontakt – systema.austria@gmail.com – auf. Wir veranstalten Seminare und Workshops zu diesen Thema im gesamten Bundesgebiet.

Sie haben es einfach verlernt!

In der Hektik ihres Alltags verloren  Sie den Bezug zu Ihrem Körper. Und damit auch Ihre ruhige und tiefe Atmung, die Ihnen bei Ihrer Geburt natürlich gegeben wurde. Das Leben ist zu schnell und wir achten nicht mehr darauf, was uns unser Körper sagt. Wäre es da nicht großartig eine Technik kennen zu lernen, mit der Sie wann immer Sie wollen, entspannen können? Weil Sie Ihre Muskeln beherrschen, Ihr Leben und diesen oft unvermeidlichen Stress wieder besser im Griff haben?

Melden Sie sich, damit wir an Ihrer Entspanntheit arbeiten können.

Mit sportlichen Grüßen
Alex
SYSTEMA Austria COOPerative

PS.: Besser und erholter Schlafen, mehr Freude am Sex, mehr Luft beim Spielen mit den Kindern, sind nur wenige der Meilensteine die eine verbesserte Atmung bringen kann.

Krummes Sitzen kann Deine …….

Gesundheit positiv beeinflussen.
Du glaubst mir nicht? Beobachte mal kleine Kinder. Die bewegen sich sogar im Schlaf, beim Essen oder auch in der Schule wenn sie ruhig sitzen sollten.

Warum extrakrummes Sitzen Ihre Haltung verbessern kann

von Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage

„Sitz gerade“ – diesen gut gemeinten Ratschlag kennen Sie sicher noch aus Ihrer Kindheit. Trotzdem neigen wir dazu, krumm zu sitzen – und das ganz besonders vor dem Computer-Bildschirm.

Rund 30 Sekunden lang extrakrumm vor dem Bildschirm sitzen: Das schlagen US-Forscher vor, damit jedem bewusst wird, was eine schlechte Haltung für den Körper bedeutet. In ihrer Studie ließen die Wissenschaftler der San Francisco State University zunächst 87 Studenten aufrecht sitzen und den Kopf nach beiden Seiten drehen. Anschließend sollten die Probanden ihren Kopf nach vorn neigen (krumm sitzen) und dasselbe tun.

Erstes Ergebnis: 92 Prozent konnten ihren Kopf nicht mehr so gut drehen wie zuvor. Die vorgeneigte Kopfhaltung führt zu einem Verlust der Beweglichkeit in der Halswirbelsäule.

In einem weiteren Versuch sollten 125 Studenten 30 Sekunden in dieser vorgebeugten Haltung verharren. Danach berichteten 98 Prozent von Schmerzen im Kopf, im Nacken oder im Bereich der Augen. Solch einfache Experimente, die eine Wirkung deutlich machen, seien hilfreicher für eine gute Haltung vor dem Bildschirm als ständige Ermahnungen, gerade zu sitzen, so die Forscher. „…Fühlen und Sehen – Selbsterfahrung – sind sehr viel wirkungsvoller, als Teilnehmern zu sagen, sie sollten ihre Haltung korrigieren.“

Mein Rat: Prüfen Sie bei Kopf-, Nacken- oder Rückenschmerzen durch Bildschirmarbeit regelmäßig, ob der Kopf stets aufrecht in einer Linie mit dem Hals aufgestellt ist. Ideal ist es, wenn der Bildschirm in Augenhöhe steht. Besonders das Arbeiten an einem Laptop fördert eine krumme Körperhaltung. Wenn Sie ihn für längere Arbeiten nutzen, schließen Sie ihn an eine externe Tastatur und einen zusätzlichen großen Bildschirm an.

Mit gesunden Grüßen Ihr

Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage

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DAS gesündeste Gemüse überhaupt (Studie)

DAS gesündeste Gemüse überhaupt (Studie)

Autor:  Dr. Karsten Lindner | Dipl. Biochemiker und Bestseller-Autor

 

Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt, welches wohl das gesündeste Obst oder Gemüse ist. Eine Studie von US-Wissenschaftlern der William Paterson University in New Jersey bringt Klarheit (Sie werden über das Ergebnis erstaunt sein).

Lange Zeit galt Spinat aufgrund seines hohen Eisengehalts als DAS gesündeste Gemüse überhaupt – bis sich schließlich herausstellte, dass der scheinbar hohe Eisenwert nur ein Rechen- bzw. Kommafehler war.

Das Forscherteam rund um Jennifer Di Noia wollte es genau wissen und erstellte eine Rangliste der gesündesten Obst- und Gemüsesorten, die in der Online-Version des Fachmagazins Preventing Chronic Disease erschienen ist. Dazu untersuchte das Team knapp 50 Obst- und Gemüsesorten auf 17 Inhaltsstoffe, so zum Beispiel auf ihren Eisen-, Zink- und Kalzium-Gehalt und auf verschiedene Vitamine und Ballaststoffe. Anschließend berechneten die Wissenschaftler, zu welchem Anteil die jeweiligen Obst- und Gemüsesorten den täglichen Bedarf an diesen Nährstoffen decken (basierend auf 2000 kcal/Tag), und erstellten schließlich ein Ranking.

Von den untersuchten Obst- und Gemüsesorten fielen vorab 6 durch das Raster: Himbeeren und Blaubeeren, Mandarinen, Cranberries, Knoblauch und Zwiebeln. Auch rote Paprika und Brokkoli schnitten aufgrund ihres geringen Nährstoffgehalts nur schlecht ab. Das Erstaunliche: Keine Obstsorte schaffte es unter die Top 10. Erst Zitronen und Erdbeeren erreichten Platz 28 bzw. Platz 30.

Auf Platz 1 der gesündesten Obst- und Gemüsesorten landete Brunnenkresse. Di Noia zufolge deckt sie 100 % des Tagesbedarfs aller 17 Inhaltsstoffe ab, dicht gefolgt von Chinakohl mit ca. 92 %, Mangold mit ca. 89 % und Roter Beete mit ca. 87 %. Brunnenkresse eignet sich dank ihres ziemlich scharfen Geschmacks perfekt als Zutat für Suppen und Salate.

Doch so gesund diese Obst- und Gemüsesorten auch sein mögen – Sie sollten dennoch beim Kauf immer darauf achten, dass sie nicht mit Pestiziden behandelt wurden und aus ökologischem Anbau stammen. Denn da alle aus der Umwelt und aus der Nahrung aufgenommenen Giftstoffe zuerst zur Leber transportiert werden, kommt ihr die undankbare Aufgabe zu, diese Giftstoffe im besten Fall aus Ihrem Körper zu entfernen.

Wussten Sie, dass Ihre Leber erst versagt, wenn ihre Funktionsfähigkeit auf 30 % gesunken ist? Verdauungsstörungen und eine verminderte Leistungsfähigkeit treten erst dann auf, wenn die Leber die Funktionseinschränkungen nicht mehr kompensieren kann. Aber: Wenn Ihre Leber erst einmal erkrankt ist, funktioniert nichts mehr, wie Sie es gewohnt sind: Weder notwendige Stoffwechselvorgänge können dann mehr regulär ablaufen, noch kann Ihre Leber länger schädliche Schadstoffe beseitigen. Aus diesem Grund sollten Sie jetzt handeln! 

Einen optimalen Schnellstart, der dabei helfen kann, erläutere ich Ihnen im Folgenden:

In meiner tieferen Forschung zum aktuellen Thema der Entgiftung konnte ich verschiedenste weitere gesunde Lebensmittel und Gewürze entdecken, die besonders starke Entgiftungseigenschaften haben. Anhand dieses Wissens habe ich zusammen mit meinem Team aus Ernährungswissenschaftlern und -experten ein einzigartiges Rezeptbuch erstellt, das ganze 55 köstliche und schnell zuzubereitende Entgiftungs-Rezepte beinhaltet (einige davon lassen sich sogar in 3-5 Minuten zubereiten!).

Ein paar dieser leckeren und schnell zuzubereitenden Rezepte, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen, sehen Sie auf den folgenden Bildern. Sie alle helfen dabei, Ihren Stoffwechsel anzukurbeln, Ihre Fettverbrennung anzuregen und Ihren Körper zu entgiften. Es handelt sich dabei um Rezepte wie z.B. saftiges Lachssteak mit Mandelkruste und getrockneten Tomaten, exotisches Puten-Cashew-Curry mit Süßkartoffeln oder zartes Fischfilet auf Ratatouille…

7 Tipps für mehr Regenerationsphasen im Alltag

7 Tipps für mehr Regenerationsphasen im Alltag

von Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage

Arbeitswissenschaftler empfehlen immer wieder, eine Pause einzulegen, bevor die Konzentration nachlässt – und nicht erst hinterher. Generell schwankt unsere Leistungsfähigkeit in Phasen von jeweils ca. 90 Minuten. Etwa nach 70 Minuten intensiver Konzentration beginnt der Körper, für einen Zeitraum von ungefähr einer Viertelstunde in den Erholungsmodus umzuschalten. Während dieser Phase lässt die Aufmerksamkeit spürbar nach. Geben Sie Ihrem Körper nach. Schon durch kleine Auszeiten erhalten Sie Ihre Leistungsfähigkeit auch in einem stressigen Alltag.

Tipp 1: Planen Sie jede Woche einen Ruhetag ein.

Das bedeutet, dass Sie an diesem Tag nichts tun – kein Training, keine Arbeit – gar nichts! Ganz wichtig: Genießen Sie die Faulenzerei mit gutem Gewissen! Am Tag danach werden Sie merken, wofür es gut war, wenn Sie wieder frisch und erholt in die Arbeit starten können – oder in das nächste Training.

Tipp 2: Legen Sie am Arbeitsplatz Pausen ein.

Genießen Sie Ihre Mittagspause an der frischen Luft. Bereits ein kleiner Spaziergang von 20 Minuten ist Balsam für Körper und Geist und aktiviert Ihren Stoffwechsel. Legen Sie am Arbeitsplatz jede Stunde eine kurze Pause von etwa fünf Minuten ein. Recken und strecken Sie sich (die Arme nach oben und die Ihre Beine ausschütteln). Stehen Sie auf und gehen Sie ein paar Schritte umher.

Tipp 3: Nutzen Sie Ihre Freizeit konsequent zur Erholung.

Vermeiden Sie es möglichst, am Wochenende zu arbeiten. Planen Sie Zeiten für Ihre Bewegung ein und halten Sie diese auch ein.

Tipp 4: Urlaub dient nur Ihrer Regeneration.

Ideal ist es, wenn Ihr Urlaub 2 bis 3 Wochen am Stück dauert. Nur so kann sich Ihr Körper ausreichend erholen. In der Regel braucht der Mensch erst einmal zwei bis drei Tage, um sich körperlich und geistig von der Arbeit in den Urlaub zu verabschieden.

Tipp 5: Schalten Sie das Handy aus.

Die ständige Erreichbarkeit ist ein Erholungskiller. Schalten Sie das Handy im Urlaub maximal einmal am Tag an und führen Sie möglichst keine beruflichen Telefonate.

Tipp 6: Gönnen Sie Ihrem Körper erholsamen Schlaf.

Ihr Gehirn verarbeitet im Schlaf den Tag und verfestigt Gelerntes. Während Sie sanft schlummern, regeneriert sich Ihr Körper: Er repariert Schäden an Zellen und bildet neue. Ihr Stoffwechsel und das Immunsystem werden angekurbelt. Dazu sollten Sie z. B. in einem wirklich abgedunkelten Raum ohne elektronische Geräte schlafen.

Tipp 7: Vorsicht vor Alkohol – er ist generell ein schlechtes Schlafmittel!

Man schläft zwar schneller ein, aber unterm Strich ist der Schlaf weniger erholsam. Alkohol blockiert bestimmte Stoffwechselwege, die für Ihre Regeneration unerlässlich sind.

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Diese 3 Entspannungsverfahren erleichtern Ihnen die Regeneration

von Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage

Lieber Herr Heermann,

ich rate Ihnen dazu, ein Entspannungsverfahren unter Anleitung eines erfahrenen Trainers zu erlernen, falls Sie unter häufiger, dauernder oder sehr starker Müdigkeit leiden. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenversicherung nach einem entsprechenden Angebot.

Autogenes Training: Hierbei konzentrieren Sie sich auf Ihren ruhenden Körper. Durch das wiederholte Vorstellen bestimmter Körpergefühle und formelhafte Aufforderungen (mein rechter Arm wird schwer und warm) stellen sich die entsprechenden Empfindungen schließlich ein. Mit etwas Übung können Sie so beispielsweise Herzschlag, Atmung und Muskelspannung beeinflussen, so dass sich Verkrampfungen Ihres Körpers lösen.

Muskelentspannung nach Jacobson: Bei dieser Entspannungstechnik spannen Sie systematisch einzelne Muskeln an und lösen die Spannung dann bewusst wieder. Durch diesen Wechsel veranlassen Sie gezielt die Entspannung Ihrer Muskulatur.

Yoga: Die Übungen führen Sie langsam, konzentriert und in Übereinstimmung mit der Atmung durch. Dadurch werden Ihre inneren Organe besser durchblutet und Verspannungen gelöst.

Nehmen Sie öfter mal die Kutscherhaltung ein Diese Übung ist ein idealer Begleiter für Ihren Alltag – also im Büro, in der Bahn oder im Auto. Sie entspannt Ihren ganzen Rücken und besonders den Nacken.

Schritt 1: Setzen Sie sich bequem auf einen Stuhl. Stellen Sie Ihre Beine hüftweit auseinander.

Schritt 2: Beugen Sie sich aus der Brustwirbelsäule heraus nach vorn, stützen Sie Ihre Unterarme auf den Oberschenkeln ab und lassen Sie Ihren Kopf hängen. Sie spüren die Dehnung im Nacken und die Entspannung entlang des Rückgrats.

Mit gesunden Grüßen Ihr

Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage

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Bewegung und geistige Fitness: Vertrauen Sie Ihren eigenen Fähigkeiten

von Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage

Lieber Herr Heermann,

Laufanfänger bezweifeln oft die Möglichkeit, dass sie selbst vielleicht einmal einen Halbmarathon oder gar Marathon laufen könnten. 42 Kilometer an einem Stück? Kaum glaublich! Doch während des Lauftrainings – ohne dass Sie das konkrete Ziel Marathon vor Augen haben – entwickeln Sie von Trainingseinheit zu Trainingseinheit quasi automatisch immer ein bisschen mehr Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Bewegung stärkt das Körper- und Selbstwertgefühl und sorgt für seelische Ausgeglichenheit. Wenn Sie regelmäßig und effektiv trainieren, passt sich Ihr gesamter Organismus der körperlichen Belastung an. So werden Sie nach und nach merken, dass Sie Ihrem Körper Belastungen zumuten können, von denen Sie kurz zuvor nicht zu träumen gewagt hätten.

Bewegung hält Sie auch im Alter geistig fit

Mit dem Alter verliert das Gehirn üblicherweise an Volumen, das unter anderem für Aufmerksamkeit, Gedächtnisleistung und Antrieb verantwortlich ist. Auch die Anzahl der Verbindungen zwischen den Nervenzellen kann sich verringern. Darüber hinaus verschlechtert sich die Durchblutung des Gehirns.

Die Alterungsvorgänge, bezogen auf die geistige Leistungsfähigkeit, werden in der Regel so beschrieben:

  • Die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung (die Schnelligkeit, mit der Sie zum Beispiel etwas wahrnehmen, addieren oder erinnern) lässt nach.
  • Es wird schwieriger, zwischen mehreren Aufgaben zu wechseln.
  • Das Gedächtnis lässt nach.

Verschiedene Studien zeigen jedoch, dass ein aktiver Lebensstil die geistige Leistungsfähigkeit im Alter verbessert, sodass den oben genannten Prozessen vorgebeugt werden kann. Zudem gibt es zahlreiche wissenschaftliche Hinweise darauf, dass Bewegung das Risiko mindert, an Demenz zu erkranken.

Mit bewegten Grüßen Ihr

Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage

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Intuition: Nutzen Sie Ihren Bauch als Ratgeber

von Gastbeitrag von Dr. Michael Spitzbart, Chefredakteur von Dr. Spitzbarts Gesundheits-Praxis

Albert Einstein, Siegmund Freud – sie gelten als Genies. Und sie haben eine Gemeinsamkeit: Wir wissen von ihnen, dass sie ihre brillanten Entdeckungen nicht durch ewiges Grübeln und stundenlanges Nachdenken gemacht haben. Vielmehr fanden sie die entscheidenden Lösungen dann, wenn sie völlig entspannt waren. Dann hatten sie Geistesblitze, die sie weiter brachten – rein intuitiv

Intuitive Lösungen sind die besten Lösungen

Wissenschaftler haben schon lange herausgefunden, dass Sie die Entscheidungen schneller treffen, wenn Sie intuitiv entscheiden. Zudem handelt es sich fast immer um die besseren Lösungen als die, über die Sie lange nachdenken und immer wieder mit Argumenten abwägen. Der Grund dafür sind die Endorphine. Diese Hormone, die auch Glücksgefühle genannt werden, sorgen dafür, dass Sie ganz entspannt sind, aber zeitgleich machen diese Sie auch kreativ und lassen die Ideen sprudeln.

Was fühlt Ihr Bauch?

Intuition wird auch als Bauchgefühl bezeichnet. Und Bauchgefühlt heißt deswegen Bauchgefühl, weil Sie direkt im Bauch bemerken, wie es Ihnen mit Ihrer Entscheidung geht. Das bekannteste Beispiel dafür sind die Schmetterlinge, die im Bauch herumflattern, wenn Sie sich neu verlieben. Sie spüren auch Unbehagliches direkt in Bauch und Magen – wenn Ihnen vor Beklemmung ein Stein im Bauch zu liegen scheint. Er will Sie im wahrsten Sinne des Wortes bremsen, Ihnen einen Stein in den Weg legen, damit Sie diese Idee, die Ihnen gerade die mulmigen Gefühle verursacht, nicht weiter verfolgen.

Lernen Sie wieder, auf Ihren Bauch zu hören

Obwohl sich viele Gefühle tatsächlich eher im Bauch als im Kopf äußern, haben die meisten Menschen verlernt, auf ihren Bauch zu hören. Vielmehr denken sie über alle Ideen und Projekte intensiv nach – und sind dann enttäuscht, wenn sich der eingeschlagene Weg als nicht ideal erweist. Und im Nachhinein wird ihnen dann auch häufig klar: „Ich hatte schon damals so ein komisches Gefühl im Bauch!“…

Damit Ihnen das nicht passiert, empfehle ich Ihnen, mit einer kleinen Übung herauszufinden, wie sich Ihr positives und Ihr negatives Bauchgefühl anfühlen.

  1. Suchen Sie sich eine Entscheidung, die im Moment vor Ihnen liegt. Vielleicht steht bald ein Umzug an? Oder Sie fragen sich, mit welchem Kollegen Sie bei einem aktuellen Projekt lieber zusammenarbeiten sollten. Eventuell suchen Sie auch noch das richtige Urlaubsziel, und schwanken daher zwischen zwei Orten.

  2. Stellen Sie sich die Entscheidungsalternativen vor. Denken Sie zunächst über die Alternative 1 nach. Sehen Sie sie förmlich vor sich, überlegen Sie, welche Vor- und Nachteile es gibt. Horchen Sie jetzt in sich hinein. Wie fühlt sich diese Alternative in Ihrem Bauch an? Warm und angenehm? Oder verspüren Sie einen dicken Stein im Bauch, ein leichtes Unwohlsein, Verspannungen oder Beklemmungen? Nun sehen Sie Alternative 2 vor sich. Hören Sie wieder in sich hinein und fragen Sie sich, welche Gefühle diese Alternative in Ihrem Bauch auslöst.

Entscheiden Sie sich für die Variante, die bei Ihnen angenehme Gefühle und Erwartungen weckt. Wenn Sie übrigens bei keiner Alternative ein deutlich positives Gefühl haben, sollten Sie überlegen, ob es nicht weitere geeignete Lösungen gibt.

Meistens ist übrigens Ihr Bauchgefühl schneller als Ihr Verstand. Schon bevor Sie eine der möglichen Lösungen abwägen können, haben Sie in sich eine kleine Tendenz. Sie können Sie nicht begründen, aber manche Lösungen finden Sie von vornherein angenehmer und tendieren in eine bestimmte Richtung.

Dennoch sollten Sie dieses erste Bauchgefühl einfach nur hinnehmen. Es ist nur ein Hinweis, aber noch keine Entscheidungshilfe. Häufig kommt es vor, dass Sie sich bei genauerer Betrachtung doch für eine andere Lösung entscheiden, bei der Sie sich noch wohler fühlen. Eine Bauchentscheidung ist keine Entscheidung auf die Schnelle!

Sie können jede Entscheidung intuitiv treffen

Wenn Sie einmal Ihren Tagesablauf genau überdenken, werden Sie feststellen, dass Sie jeden Tag viele Entscheidungen treffen müssen. Das fängt morgens mit der Wahl der Schuhe an und hört abends mit der Entscheidung auf, ob Sie schon ins Bett gehen oder noch etwas fern sehen.

Ich rate Ihnen: fragen Sie auch bei solchen scheinbar banalen Alltagsentscheidungen Ihren Bauch um Rat. Schon bald werden Sie in der Lage sein, auch alle Entscheidungen, die schwerwiegender sind, mit Ihrer Intuition zu lösen.

Lösungen brauchen Zeit

Aber Vorsicht: Es gibt Fragen, die kann Ihnen Ihr Bauchgefühl recht schnell beantworten – zum Beispiel, ob Sie mittags einen Salat oder doch eher ein Schnitzel mit Gemüse essen möchten. Bei anderen Fragen, die schwerwiegender sind, scheint es so, als fänden Sie keine Lösung.

Das liegt daran, dass Ihr Unterbewusstsein über diese Frage nachdenken muss. Hören Sie auf, auf eine Antwort zu warten. Irgendwann, in einigen Tagen, wenn Sie nicht mehr daran denken, wird plötzlich die Antwort auf Ihre Frage auftauchen. Meist geschieht dies in einer Zeit, in der Sie völlig entspannt sind – nicht umsonst haben viele Menschen die besten Ideen zum Beispiel unter der Dusche oder in den frühen Morgenstunden, nach dem Aufwachen, kurz vorm Aufstehen..

Rationalität und Intuition – keine Gegensätze

Übrigens: Manche Menschen sind der Ansicht, dass man nur rational oder nur intuitiv handeln kann. Das stimmt nicht. Es gibt nicht den einen und den anderen Weg – auch schließt sich beides nicht aus. Vielmehr ist es wichtig, dass Sie beides kombinieren; nur so können Sie Entscheidungen treffen, mit denen Sie wirklich glücklich sind und die Ihren Wünschen und Sehnsüchten entsprechen.

Daher sollten Sie Fakten, die Sie für Ihre Entscheidung benötigen, völlig sachlich, rational, überdenken. Was spricht dafür, was dagegen, was können Sie durch Ihre Erfahrungen und Erlebnisse ausschließen oder befürworten?

Wenn Sie so die Fakten erarbeitet und überdacht haben – dann gönnen Sie Ihrem Verstand und Ihrem Bauchgefühl eine Pause. Lassen Sie Ihre Entscheidung reifen und wachsen – und entscheiden Sie dann einfach aus dem Bauch heraus.

Entschlackung ist bitter nötig

Entschlackung ist bitter nötig

Die Aus­lei­tungs­or­ga­ne und Ent­gif­tungs­me­cha­nis­men des Men­schen sind bei der heu­ti­gen Schad­stoff- und Schla­cken­flut schon lange nicht mehr in der Lage, alle ein­tref­fen­den Gifte und Schla­cken aus­zu­schei­den oder zu neu­tra­li­sie­ren.

For­scher schät­zen auf­grund zahl­rei­cher Stu­di­en, dass der durch­schnitt­li­che Mensch von heute meh­re­re Hun­dert Gift­stof­fe in sei­nem Blut, sei­ner Haut, sei­nem Fett­ge­we­be, sei­ner Leber sowie im Ver­dau­ungs­trakt und den an­de­ren Or­ga­nen ge­spei­chert hat. In ein­zel­nen Un­ter­su­chun­gen wur­den 150 ver­schie­de­ne gif­ti­ge Sub­tan­zen im Blut nach­ge­wie­sen. Al­ler­dings such­te man na­tür­lich nicht nach allen exis­tie­ren­den Gif­ten, son­dern nahm nur Stich­pro­ben. Es ist also nicht aus­zu­schlies­sen, dass es noch wei­te­re To­xi­ne gab, näm­lich jene, nach denen gar nicht ge­sucht wurde.

Im Jahr 2005 wurde in einer Stu­die das Blut aus der Na­bel­schnur von Säug­lin­gen un­ter­sucht. Man fand ins­ge­samt 287 Che­mi­ka­li­en. In der Fol­low-Up-Stu­die im Jahr 2009 waren es 237 gif­ti­ge Sub­stan­zen.

Es ge­lan­gen also weit mehr Gifte und Schla­cken in den Kör­per, als die­ser be­wäl­ti­gen kann. Auch die be­reits ge­nann­ten Dro­gen Zi­ga­ret­ten, Al­ko­hol und Kof­fe­in schwä­chen die Aus­lei­tungs­or­ga­ne mas­siv und neh­men für sich Ent­gif­tungs­ka­pa­zi­tä­ten in An­spruch, die nun für an­de­re Gifte nicht mehr zur Ver­fü­gung ste­hen.

Par­al­lel dazu lie­fert die mo­der­ne Er­näh­rungs- und Le­bens­wei­se nicht nur Ma­te­ri­al für eine er­höh­te Schla­cken­bil­dung, son­dern führt aus­ser­dem auf­grund ihrer Vi­tal­stoff­ar­mut zu einer Mi­kro­nähr­stoff­un­ter­ver­sor­gung. Mi­kro­nähr­stof­fe aber (Vi­tal­stof­fe, Mi­ne­ral­stof­fe, An­ti­oxi­dan­ti­en, se­kun­dä­re Pflan­zen­stof­fe, Bit­ter­stof­fe etc.) be­nö­tigt der Kör­per zur Ent­gif­tung, so dass die­ser As­pekt die kör­per­ei­ge­ne Ent­schla­ckungs- und Ent­gif­tungs­fä­hig­keit noch wei­ter re­du­ziert.

Wer sich also mit dem Thema Schla­cken und Gift­be­las­tung gründ­lich aus­ein­an­der­setzt, wird die Sinn­haf­tig­keit einer Ent­schla­ckung oder ver­schie­de­ner Ent­schla­ckungs­me­tho­den nicht mehr be­zwei­feln. Nach­fol­gend wol­len wir nun er­klä­ren, wie genau eine Ent­schla­ckung die ein­zel­nen Or­ga­ne be­ein­flus­sen, ent­las­ten und un­ter­stüt­zen kann.

Entschlackung für die Leber

Unser Haupt­ent­gif­tungs­or­gan, die Leber, ver­fügt be­kannt­lich über fan­tas­ti­sche Ent­schla­ckungs­me­cha­nis­men. Spe­zi­el­le Le­be­ren­zy­me ent­gif­ten so viele Gifte wie mög­lich – und zwar rund um die Uhr.

Dar­über hin­aus kann die Leber über die Gal­len­flüs­sig­keit Gifte in den Darm lei­ten, damit diese mit dem Stuhl aus­ge­schie­den wer­den kön­nen. An­de­re Gifte wer­den neu­tra­li­siert bzw. was­ser­lös­lich ge­macht und zu den Nie­ren trans­por­tiert, um mit dem Urin aus­ge­lei­tet zu wer­den.

Nun ist aber auch der Schul­me­di­zin be­kannt, dass die Leber von Al­ko­hol oder auch man­chen Me­di­ka­men­ten ge­schä­digt wer­den kann. Also ist ihre Ent­gif­tungs­leis­tung ganz of­fen­sicht­lich be­grenzt.

Da un­se­re Leber je­doch nicht nur al­lein von Al­ko­hol und Me­di­ka­men­ten ge­schwächt wer­den kann, son­dern aus­ser­dem von Mass­lo­sig­keit jeder Art (zu viel essen, zu viel Fett, zu viel Zu­cker etc.), gibt es in der mo­der­nen Welt kaum eine Leber, die auch noch im mitt­le­ren Alter (vom hohen Alter ganz zu schwei­gen) über ihre ur­sprüng­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit ver­fü­gen dürf­te – was schon al­lein dann klar wird, wenn man sich die weite Ver­brei­tung der Fett­le­ber in den In­dus­trie­na­tio­nen vor Augen führt.

Die Be­haup­tung, un­se­re Aus­lei­tungs­or­ga­ne wür­den alle Gifte in­ner­halb we­ni­ger Stun­den rucki­zucki ent­gif­ten, ent­behrt in­so­fern jeder phy­sio­lo­gi­schen und wis­sen­schaft­li­chen Grund­la­ge.

Wenn die Leber nun nicht auf die er­war­te­te Weise funk­tio­niert, weil sie auf­grund der ex­tre­men Gift- und Schla­cken­be­las­tung völ­lig über­for­dert und wo­mög­lich schon vor­ge­schä­digt ist, wer­den die Gifte und Schla­cken eben NICHT aus­ge­schie­den. Sie wer­den jetzt be­vor­zugt in den Fett­zel­len ein­ge­la­gert und stel­len dort eine ti­cken­de Zeit­bom­be dar.

Das ist auch der Haupt­grund dafür, warum man Schwan­ge­ren und Stil­len­den drin­gend von Ent­schla­ckungs­ku­ren abrät. Nicht, weil man etwa am Sinn von Ent­schla­ckungs­ku­ren zwei­feln oder be­fürch­ten würde, das Kind müsse nun an Nähr­stoff­män­geln lei­den, son­dern weil man genau weiss, dass bei einer Ent­schla­ckungs­kur Fett ab­ge­baut wird und dabei alle die dort ein­ge­la­ger­ten Gifte frei wer­den – die jetzt Em­bryo oder Still­kind schä­di­gen kön­nen.

Eine Ent­schla­ckung wäre für die Leber somit eine sehr gros­se Er­leich­te­rung und würde deren Leis­tungs­fä­hig­keit und Ent­gif­tungs­ka­pa­zi­tä­ten wie­der merk­lich nach oben schrau­ben. Ganz ähn­lich sieht es für den Darm aus:

Entschlackung für den Darm

Das Ver­dau­ungs­sys­tem eines mo­der­nen Men­schen ist – ver­gleich­bar mit der Leber – eben­falls häu­fig stark über­las­tet und kann daher oft nicht mehr im er­for­der­li­chen Mass Schla­cken und Gifte aus­schei­den.

Eine bal­last­stoff­ar­me Er­näh­rung, die gleich­zei­tig reich an Zu­cker, Weiss­mehl­pro­duk­ten, Milch­pro­duk­ten und min­der­wer­ti­gen Fleisch­pro­duk­ten ist, stört die na­tür­li­che Har­mo­nie der Darm­flo­ra, führt zu Gär­pro­zes­sen und in­fol­ge­des­sen zu Dys­bio­sen (Darm­flo­ra­stö­rung, bei der die schäd­li­chen Darm­bak­te­ri­en und auch Pilze über­hand­neh­men).

Schäd­li­che Darm­bak­te­ri­en und Pilze je­doch geben per­ma­nent Stoff­wech­sel­gif­te an den Darm ab. Diese Gifte för­dern Ent­zün­dun­gen, schä­di­gen die Darm­schleim­haut, ge­lan­gen als­bald in den Blut­kreis­lauf und ver­tei­len sich im Kör­per. Dort kön­nen sie ei­ner­seits die Leber stark be­las­ten und an­de­rer­seits vor­erst zu Kopf­schmer­zen, Haut­un­rein­hei­ten, All­er­gi­en und Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen, lang­fris­tig aber auch zu chro­nisch ent­zünd­li­chen Krank­hei­ten aller Art bei­tra­gen.

Die ge­nann­te bal­last­stoff­ar­me Er­näh­rung sowie eine in Mit­lei­den­schaft ge­zo­ge­ne Darm­flo­ra be­güns­ti­gen zudem eine ver­lang­sam­te Darm­pas­sa­ge des Stuhls. Je län­ger der Stuhl je­doch im Darm ver­weilt, umso mehr der in ihm be­find­li­chen Gifte und Schla­cken, die ei­gent­lich mit ihm hät­ten aus­ge­schie­den wer­den sol­len, ge­lan­gen durch die nun ge­schä­dig­te Darm­schleim­haut in den Blut­kreis­lauf und zur Leber – was man als schlei­chen­de Selbst­ver­gif­tung be­zeich­net.

Eine Ent­schla­ckung würde nicht nur die Darm­pas­sa­ge­zeit ver­kür­zen und da­durch die Selbst­ver­gif­tung ver­hin­dern sowie die Leber ent­las­ten, son­dern aus­ser­dem die Darm­flo­ra neu auf­bau­en, schäd­li­che Bak­te­ri­en­gif­te zur Aus­lei­tung vor­be­rei­ten, Pil­zen den Nähr­bo­den ent­zie­hen und zur Re­ge­ne­ra­ti­on der Darm­schleim­haut bei­tra­gen.

Entschlackung für das Immunsystem

Wenn Sie jetzt be­den­ken, dass ge­ra­de eine ge­sun­de Darm­flo­ra und eine ge­sun­de Darm­schleim­haut das Zen­trum un­se­res Im­mun­sys­tems bil­den und wir ohne ein funk­tio­nie­ren­des Im­mun­sys­tem nicht ge­sund blei­ben kön­nen, er­scheint die An­sicht, Ent­schla­ckungs­ku­ren seien Hum­bug, wie blan­ker Hohn.

So weiss die Schul­me­di­zin bei­spiels­wei­se sehr gut, dass ent­ar­te­te Zel­len (Krebs­zel­len) ins­be­son­de­re von einem leis­tungs­fä­hi­gen Im­mun­sys­tem er­kannt und eli­mi­niert wer­den kön­nen. Es wäre also im Hin­blick auf eine wir­kungs­vol­le Krebs­pro­phy­la­xe mehr als hilf­reich, wenn re­gel­mäs­si­ge Ent­schla­ckungs­ku­ren für ein star­kes Im­mun­sys­tem sor­gen dürf­ten.

Auch die heute immer wei­ter ver­brei­te­ten Au­to­im­mun­er­kran­kun­gen haben ver­mut­lich in einem ge­stör­ten Darm­mi­lieu ihren Ur­sprung, so dass schon al­lein die­ser As­pekt zu re­gel­mäs­si­gen Ent­schla­ckungs­ku­ren er­mun­tern soll­te.

Ärzte aber raten tra­gi­scher­wei­se von Ent­schla­ckungs­ku­ren lie­ber ab, um ihre Pa­ti­en­ten vor einer an­geb­li­chen Schar­la­ta­ne­rie zu schüt­zen. Damit je­doch ver­schlech­tern Sie deren ge­sund­heit­li­che Aus­gangs­la­ge, deren Heil­chan­cen und deren Le­bens­qua­li­tät.

Entschlackung für das Lymphsystem

Neben der Leber und dem Darm ge­hört auch das Lym­ph­sys­tem zu un­se­ren wich­tigs­ten Aus­lei­tungs­or­ga­nen. Über das Lym­ph­sys­tem wird über­flüs­si­ges Was­ser aus dem Kör­per ab­trans­por­tiert, so dass sich im Ge­we­be keine Ödeme bil­den kön­nen. Wir könn­ten also auch das Was­ser in Öde­men als Schla­cken be­zeich­nen, da es dort – in die­sem Mass – nicht hin­ge­hört.

Das Lym­ph­sys­tem hat fer­ner die Auf­ga­be, Stoff­wech­sel­ab­fall­pro­duk­te und Gifte aus der Zwi­schen­zell­flüs­sig­keit auf­zu­neh­men und sie in Rich­tung Leber zu trans­por­tie­ren, wo sie ent­gif­tet wer­den. Auf dem Weg dort­hin pas­siert die Lym­ph­flüs­sig­keit nun ver­schie­de­ne Lymph­kno­ten, die be­reits die gröbs­ten Gifte und Schla­cken aus der Lym­ph­flüs­sig­keit her­aus­fil­tern.

Nun kann das Lym­ph­sys­tem aber nur dann ord­nungs­ge­mäss funk­tio­nie­ren, wenn die Lym­ph­flüs­sig­keit im Fluss ist. Lym­phs­tau­un­gen blo­ckie­ren die kör­per­ei­ge­ne Ent­schla­ckung mas­siv. Ge­fähr­li­che Gifte und Schla­cken blei­ben län­ger als ge­plant im Kör­per und kön­nen jetzt das Ge­we­be an­grei­fen, was den oxi­da­ti­ven Stress der Zelle mas­siv er­höht.

Der Be­darf an An­ti­oxi­dan­ti­en steigt enorm. An­ti­oxi­dan­ti­en sind in der mo­der­nen Er­näh­rung je­doch nur un­zu­rei­chend ent­hal­ten, so dass es jetzt zu Zell- und Ge­we­be­schä­den und in­fol­ge­des­sen zu Krank­hei­ten kom­men kann.

Da zu einer Ent­schla­ckungs­kur nicht nur die Op­ti­mie­rung der An­ti­oxi­dan­ti­en­ver­sor­gung, son­dern auch Mass­nah­men ge­hö­ren, die den Lym­ph­fluss för­dern und Lym­phs­tau­un­gen auf­he­ben, sorgt eine hoch­wer­ti­ge Ent­schla­ckungs­kur – mit Be­to­nung auf „hoch­wer­tig“ – also auch hier für eine enor­me Un­ter­stüt­zung der kör­per­ei­ge­nen Ent­gif­tungs- und Schla­cken­aus­lei­tungs­me­cha­nis­men.

Textauszug aus http://www.zentrum-der-gesundheit.de